Tai Chi

Geschmeidig wie ein Kind, gesund wie ein Holzfäller,
gelassen wie ein Weiser.

(Chinesische Weisheit)

Tai Chi, auch Tai Chi Chuan, Taiji oder Taijiquan genannt, z√§hlt zu den weichen oder auch inneren Kampfk√ľnsten. Seine historischen Wurzeln liegen mehrere tausend Jahre zur√ľck im Dunkel der Geschichte. Da niemand mehr genau sagen kann, wann und von wem das Tai Chi Chuan entwickelt wurde, existieren mehrere Geschichten zu seiner Entstehung. In einer dieser Geschichten wird seine Entstehung einem taoistischen M√∂nch namens Chang Sun Feng (ca. 12. Jh. n.Chr.) zugeschrieben.

Dieser beobachtete, der Legende nach, den Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange. Er erkannte hierbei, da√ü das Weiche und Flie√üende √ľber das Harte und Starre siegt. Heute nimmt man allgemein an, dass Tai Chi Chuan von alten M√∂nchen in Kl√∂stern als Ersatz f√ľr die in ihrem Alter zu anstrengenden harten Kampfk√ľnste z.B. Kung Fu entwickelt wurde.

Als Begr√ľnder der heutigen modernen Tai Chi Stile gilt Chen Wang Ting (1597 – 1664). Nach ihm wurde der √§lteste Tai Chi Chuan Stil, der Chen Stil, benannt. Nachdem das Tai Chi Chuan im kommunistischen China zun√§chst verboten war, erlebte es dort in den f√ľnfziger Jahren eine Renaissance, als Mao das Verbot wieder aufhob und sogar eine Form f√ľr das Volk entwickeln lie√ü.

Aufgrund der langen Geschichte des Tai Chi Chuan gibt es heute die unterschiedlichsten Formen, Arten und Stile. Es ist nicht wichtig, welche Form man praktiziert, sondern daß man Tai Chi Chuan praktiziert. Denn alle haben die gleichen Ziele: Den Körper und sein Immunsystem zu stärken, den Geist zu klären und zu entdecken, dass Körper und Geist eine Einheit bilden.

Indao